Die neue WDR-Intendantin Katrin Vernau hat Anfang Januar in einem "Spiegel"-Interview mehr Mut im Umgang mit der AfD gefordert. Das könnte Hoffnung machen, denn eine Kurskorrektur der Medien ist bitter nötig. Nur leider ganz anders als es der neuen starken Frau in der ARD vorschwebt.
Viele Stunden lang berichtete die ARD in einem "Morgenmagazin"-Spezial über die Wahl in den USA. Die spannendste Frage der Nacht: Wann werden sich Donald Trump und Kamala Harris ihren Anhängern zeigen? Ein Supercut sinnloser Reporter-Schalten.
Ein neuer Instagram-Kanal des WDR sammelt Retro-Content für die Generation „Diddl-Maus“. Was hat das mit dem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag zu tun?
Erstreitet die Gewerkschaft mehr Geld für die Belegschaft, steigt auch das ohnehin üppige Gehalt der Top-Manager. Andere ARD-Sender haben ähnliche Regeln. Im WDR regt sich nun Unmut darüber. Und die Verwaltungsdirektorin fürchtet offenbar, dass WDR-Führungskräfte irgendwann mal zu wenig verdienen könnten.
Der Podcast von SWR und WDR rekonstruiert den Tod einer jungen Frau in der Flut. Er erzählt dabei exemplarisch, was viele Menschen im Ahrtal erlebt haben, und analysiert, was falsch lief. Lokaljournalismus, der empathisch, transparent und kritisch ist.
Beim WDR halte sie sich aus dem Thema Trans raus, auf Twitter dagegen ist sie als Aktivistin unterwegs. Ein Interview mit Georgine Kellermann über die Rechte von trans Menschen und wie Medien darüber berichten.
Welchen Einfluss hat unser Geschlecht auf unsere Identität? Diese Frage verhandelt ein Podcast in sehr persönlichem Umfeld, nämlich der "Wohnung 17" einer WDR-Moderatorin.
Interne Whatsapp-Gespräche von AfD-Bundestagsabgeordnete belegen den Kontrast zur Außendarstellung der Partei. NDR und WDR haben aus der Recherche einen hörenswerten Podcast gemacht, der mehr ist als die oft übliche pflichtschuldige Zweitverwertung.
"Diese Woche gehört Nordrhein-Westfalen", jubeln sie im traditionsreichen WDR-Vorabendmagazin. Wie berichtet die locker-gewollteste Nachrichtensendung in der Woche vor den Landtagswahlen? Ein schmerzhafter Fernsehmarathon.
Am Sonntag ist Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Traditionell bat der WDR die Spitzenkandidaten von CDU und SPD vorher zum TV-Duell – und Moderatorin Ellen Ehni bat: keine Zahlenschlacht! Naja, dann rechnen wir mal zusammen.
Paternalismus statt Evidenz: Das Wissensmagazin des WDR fordert in seinen Social-Media-Kanälen immer wieder zu Lockdowns im Kampf gegen Corona auf - auch mit Modellierungen, deren Datenlage eher zweifelhaft ist.
Die Ärztin und Journalistin Nemi El-Hassan hat vor Jahren an einer antisemitischen Demonstration teilgenommen. Der WDR setzt sie daher vorerst nicht als Moderatorin ein. Angesichts von diverser werdenden Redaktionen müssen wir dringend echte, ehrliche Debatten führen – jenseits der üblichen Freund-Feind-Schemata.
Die „Lokalzeit Düsseldorf“ zeigt in einer Reihe die regionalen Bundestagskandidaten ganz menschlich – und schenkt dem AfD-Abgeordneten Kay Gottschalk eine Baggerfahrt. Was für eine schlechte Idee!
Ein Anrufer behauptet, Menschen mit einer positiven Meinung zur AfD würden bei "Presseclub nachgefragt" nicht durchgestellt. Und was sagt Moderator Jörg Schönenborn dazu? Nichts. Er widerspricht nicht mal. Und hinterlässt einen kläglichen Eindruck.
Wie schafft man es, den "strukturellen Rassismus", von dem die ganze Zeit gesprochen wird, für Menschen greifbar werden zu lassen, die davon selbst nicht betroffen sind? Auch dem WDR-Themenabend gelang das kaum.
Ausgerechnet im Vorfeld des großen Themenabends zu Rassismus hat der WDR drei Teilnehmerinnen verprellt. Sie trauten der Sendung nicht zu, systematischen Rassismus ernsthaft zum Thema zu machen, fühlten sich als Alibi-Vertreterinnen benutzt und sahen sich teilweise über den geplanten Ablauf getäuscht.
Vor fast drei Jahren brannte es im WDR lichterloh: Etliche Frauen hatten sich über sexuelle Belästigung durch WDR-Mitarbeiter beschwert. Damals wurde klar, wie viele Probleme der Sender mit Machtmissbrauch und Mobbing hat. Und heute? Sieht die Lage nicht viel besser aus. Eine neue Dienstvereinbarung zum Schutz vor Übergriffen wurde wieder gekündigt, die Beschwerdestelle übt massive Kritik am Sender – und auch zwei neue Fälle sexueller Belästigung wurden voriges Jahr aktenkundig. Es brennt also schon wieder.
Der WDR startet einen Instagram-Kanal zur Klimakrise. Nur gut, dass ein paar wache Politiker von FDP und Union aufpassen und das Spiel sofort durchschauen: Ein solcher Kanal ist Wahlkampfhilfe für die Grünen! Genau wie die Brände im Amazonas! Oder der Schneesturm in Texas!